Das medizinische Modell der alten Chinesen erfreut sich immer größerer Akzeptanz im mitteleuropäischen Raum, weil es den Mensch als Einheit von Geist und Körper sieht und mit natürlichen Mitteln die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert.
Dabei ist ein Teil der chinesischen Medizin - die Akupunktur – viel älter, als die erste Dokumentation derselben durch den „gelben Kaiser“, der ca. 2600 v Chr. gelebt hat.
Untersuchungen des Gletschermenschen „Ötzi“ haben etliche Akupunkturpunkte gezeigt, die zum leichteren Auffinden tätowiert waren und sich deutlich von einer Tätowierung als Körperschmuck unterschieden. Sie waren typisch für die Behandlung von Arthrosen, wie sie der Gletschermann nachweislich hatte.
Die Akupunktur wird bei allgemeinmedizinischen, gynäkologischen, orthopädischen, neurologischen und psychischen Erkrankungen und auch schmerzlindernd eingesetzt.
Die Ohrakupunktur unterscheidet sich von der Körperakupunktur einmal durch ihre geschichtliche Dokumentation, die vor erst ca. 60 Jahren zuerst von dem französischen Arzt Paul Nogier vorgenommen wurde. Er „entdeckte“ das Mikrosystem des Körpers in der Ohrmuschel, eigentlich war es eine Wiederentdeckung eines vergessenen Systems. Viele Völker vergangener Kulturen hatten den Zusammenhang zwischen schmerzhaften Bezirken am Körper und korrespondierenden Punkten an der Ohrmuschel erkannt und genutzt.
Zum anderen liegen die Akupunkturpunkte viel dichter beisammen und sind „aktiv“, d.h. schmerzhaft, wenn im Körper ein Störherd oder ein korrespondierendes Organ betroffen ist.
Heute kann die Ohrakupunktur in vielen Fällen als schnelles und effektives Mittel akute und chronische Erkrankungen positiv beeinflussen und Schmerzen lindern.
Eine Besonderheit stellt noch die Laserakupunktur und Laserdiagnostik dar.
Anstelle der Akupunkturnadeln kann ein Softlaser eingesetzt werden, der mit bestimmten Frequenzen mittels Laserlicht die Akupunkturpunkte stimuliert. Dieser Laser verursacht bei ordnungsgemäßer Anwendung keine Gewebeschäden und ist besonders in der Behandlung von Kindern schmerzlos einsetzbar, aber auch bei Nadelphobie Erwachsener ist der Nutzen der Akupunktur dadurch möglich.


